Projekt der Heinrich-Kielhorn-Schule: Therapeutisches Reiten
Seit dem Sommer 2005 fährt regelmäßig eine Gruppe der Heinrich-Kielhorn-Schule bestehend aus sieben Schülern und zwei Mitarbeiterinnen (zur Zeit Anja Middelkampf und Alexandra Claus) zum therapeutischen Reiten auf den Hof der Physiotherapeutin Kirsten Waldeck nach Weibeck bei Hessisch Oldendorf.
Die Gruppe wird, nach Anmeldung durch die Eltern, von den Mitarbeiterinnen zusammengestellt und fährt kontinuierlich einmal wöchentlich für ein Schulhalbjahr zum Reiten.
Die Kosten werden zum Teil über Spenden finanziert, einen Teil trägt aber auch der Eltern- und Förderverein der Heinrich-Kielhorn-Schule. Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten beteiligen sich auch die Eltern der Schüler, die am therapeutischen Reiten teilnehmen, an den Kosten. Der Transport nach Weibeck erfolgt zurzeit kostenlos durch die Firma Maue und durch das DRK.
Seit November 2008 gibt es das Angebot des therapeutischen Reitens auch für die älteren Schülerinnen und Schüler. Jeden Dienstag und Donnerstag fahren je 5 Schüler mit dem schuleigenen Bus nach Bad Pyrmont/Löwensen. Auf dem Bauernhof der Familie Eikermann unterstützen uns ausgebildete Mitarbeiter des Sozialzentrums Hameln-Pyrmont. Auf dem Biohof gibt es auch Schafe, Wollschweine, Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen, Enten, und Gänse. Allein der Aufenthalt auf dem Hof trägt zum Stressabbau bei, wirkt entspannend und wirkt sich positiv auf das soziale Miteinander aus.
Beim therapeutischen Reiten können die emotionalen und kommunikativen Möglichkeiten des Pferdes ebenso effektiv zur Förderung eingesetzt werden wie seine körperlichen und bewegungsspezifischen Besonderheiten. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der speziell ausgebildeten Therapiepferde überträgt sich auf den darauf sitzenden Schüler, so dass er sich vertrauensvoll auf die Therapie einlassen kann.
Für die Beziehung zwischen SchülerInnen mit geistiger Behinderung und Pferden sind neben der sprachlichen Kommunikation auch vielfältige Wahrnehmungserfahrungen (Sehen, Riechen, Fühlen, Hören) von großer Bedeutung.
Allein der Aufenthalt auf dem Hof trägt zum Stressabbau bei, wirkt entspannend und wirkt sich positiv auf das soziale Miteinander aus.
Beim therapeutischen Reiten können die emotionalen und kommunikativen Möglichkeiten des Pferdes ebenso effektiv zur Förderung eingesetzt werden wie seine körperlichen und bewegungsspezifischen Besonderheiten. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der speziell ausgebildeten Therapiepferde überträgt sich auf den darauf sitzenden Schüler, so dass er sich vertrauensvoll auf die Therapie einlassen kann.
Für die Beziehung zwischen SchülerInnen mit geistiger Behinderung und Pferden sind neben der sprachlichen Kommunikation auch vielfältige Wahrnehmungserfahrungen (Sehen, Riechen, Fühlen, Hören) von großer Bedeutung.
Pädagogische Intentionen
Beziehungsanbahnung zwischen SchülerIn und Tier durch eine sinnesorientierte und wahrnehmungsfördernde Arbeitsweise
die SchülerInnen sollen das Tier in seiner ganzen Vielfalt “erfassen”
Stärkung des Selbstwertgefühls
körperliche Beweglichkeit fördern
Individuelle Lernziele
Verantwortung und Pflichten übernehmen (z. B. das Pferd putzen und füttern, …)
Förderung der Selbständigkeit
Bedürfnisse anderer erkennen
Zusammenhänge erkennen
Ausdauer entwickeln durch klare, überschaubare Aufgaben
Förderung von Konzentration und Motivation
Erfolgserlebnisse haben
Differenzierte Wahrnehmung von Gerüchen
Verbesserung der Körperwahrnehmung durch anstrengende Arbeiten und bewusstes Einsetzen der eigenen Kräfte
Verbesserung der eigenen Bewegungsabläufe
Stärkung der Auge-Hand-Koordination
Abbau von Ängsten
Aufnahme von unterschiedlichen taktilen Reizen (Oberflächensensibilität)
eigene Grenzen erkennen
räumliche Orientierung verbessern
ein Gefühl für Rhythmus und Bewegung bekommen
Verbesserung der Rumpfausrichtung
Regulation des Muskeltonus
Mobilisation von Muskeln und Gelenken
Förderung der sensorischen Integration beseonders im Bereich der Basissinnne